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Mit diesen 12 Tipps texten Sie überzeugend wie die Profis!

ohr_rot - andersherumWas Sie hier erwartet: Tipps und Tricks, mit denen Sie verständliche, leserfreundliche Texte schreiben. (1,5 Sekunden hat eine Überschrift um Aufmerksamkeit zu wecken: gestalten Sie diese so, dass sie Neugierde weckt und der Nutzen für den Leser sofort ersichtlich ist!)

Texten Sie öfters? Für ihren Blog, Ihre Internetseite, Ihre Prospekte oder Briefe für Kunden? Erstellen Sie Texte für Xing und Facebook? Verfassen Sie Skripte für Teilnehmer?

Wünschen Sie sich dabei manchmal eine klare Anweisung, wie Sie einfacher formulieren können? (Spiegeln Sie zu Beginn die aktuelle Situation ihres Lesers – so schaffen Sie einen guten Draht.)

Wenn Sie die folgenden Hinweise beachten, werden Sie verstanden!
Denn es gibt Wörter, die ankommen – und solche die abschrecken.
Es gibt Formulierungen, die sich selbst erklären – und solche die Fragezeichen aufwerfen.
Es gibt Sätze, die so verschachtelt und umständlich sind, dass das menschliche Gehirn kaum in der Lage ist, diese Wortschlangen adäquat zu verarbeiten geschweige denn zu verstehen… 🙂

Und es gibt Verständlichkeits- und Wirkungsforschung für Wörter. Auch das Metamodell der Sprache aus dem NLP bietet eine gute Hilfestellung. Ebenso die Grundlagen der Neurokommunikation.

All dies steckt in den folgenden Tipps. (Geben Sie auf die genannten möglichen Probleme einen ersten Lösungsansatz – so weiß der Leser, welchen Nutzen er von Ihrem Text erwarten kann?)

Nutzen Sie diese 12 Textfilter, damit Ihre Kunden Sie besser verstehen, sich wohl fühlen und ein klares Bild Ihrer Aussage erhalten.

Vorab vier Grundlagen zum Texten:

  1. Bevor Sie daran verzweifeln, was alles zu beachten ist…. Schreiben Sie erst einmal frei herunter. Achten nur auf den Inhalt. Erst anschließend sortieren und strukturieren Sie Ihren Text nach den 12 Filtern.
  2. Schreiben Sie emotional – so gewinnt Ihr Text Seele und ist wirksamer.
  3. Schreiben Sie selbst! Nicht ab! Ihr Text sollte Ihre EIGENE Gedankenwelt wiederspiegeln. Wenn Sie einen Text abschreiben, verliert er an Seele, an Überzeugungskraft.
  4. Wenn Sie einfallslos vor einem weißen Blatt Papier sitzen: Nutzen Sie die Struktur das 4MAT. Sie finden es im kostenlosen Downloadbereich meiner Homepage remotivation.de unter dem Menüpunkt Service. Mit dem 4MAT kommen Sie schnell auf den Punkt.

Nun die 12 Textfilter:
Nachdem Sie gerade und spontan einen Text geschrieben haben, suchen Sie sich eine der 12 Regeln aus. Legen diese Regel wie einen Filter auf den Text und verändern Sie entsprechend Wörter oder Sätze.

Bedenken Sie bitte: es gibt noch zahlreiche weitere Hinweise, mit denen Texte verbessert werden können. Hier finden Sie einige davon, die ich in meiner täglichen Schreibpraxis als sehr hilfreich empfinde. Mögen Sie Ihnen dienlich sein :- )

  • Goldene Regel Nummer 1
    Schreiben Sie EINFACH.
    Formulieren Sie einfache, klare Sätze – so wie Sie sprechen.
    Es hilft, wenn Sie sich Ihren Text laut vorlesen. So merken Sie sofort, wie einfach Ihr Text ist. Wenn Sie beim Vorlesen Atemnot bekommen – wird es Ihrem Leser genauso gehen.
    Ein guter Text ist kindergeeignet und vorstandsicher :- )
  • 2. Kurze Sätze
    1 Aussage = 1 Satz
    Einfach gesagt, doch wir reihen Sätze und Wörter gerne in langen Absätzen aneinander.
    Besser: Für jede Aussage verwenden Sie einen eigenen Satz. So entstehen kurze, verständliche Sätze.
  • 3. Kürzer fassen
    Es gibt einige lange Wörter, die gut durch kurze ersetzt werden können:
    Ebenfalls= auch
    Lediglich= nur
    Ausschließlich= nur
    Anschließend= danach
    Sich befinden= seinAllerdings kann es vorkommen, dass eine mehrsilbige Version besser zum Satzrhythmus passt. Sie gibt dem Satz eine andere Melodie. Wieder: sprechen Sie die Sätze laut aus.

    Kurze Hauptwörter
    Beachten Sie auch hier: möglichst einfach!
    Technologie: Technik
    Aktivität: Aktion
    Funktionalität: Funktion

  • 4. Einfach – nicht Doppelt:
    Es gibt viele unsinnige Doppelungen. Das kostet Platz/ Zeichen auf der Seite und Energie im Kopf.Zum Beispiel bei Hauptwörter:
    Rückfragen, Rückantwort, Telefonanruf
    Es reicht: Fragen, Antwort, Anruf

    Auch gute Beispiele: beständiger Entwicklungsprozess
    etwaige Fragen

    Einfach bei Verben
    Übersenden = senden
    Überreichen = geben
    Abgefeuert= feuernEinfach bei Adjektiven
    Irgendwie scheint ein Adjektiv alleine nicht auszureichen :- )
    qualitativ hochwertig
    zielgenaue Maßnahmen
    überaus lautstark
    hohe Effizienz

  • 5. Fremdwörter wirken schlau – und kalt
    Manche Wörter haben sich in den eigenen Sprachschatz regelrecht eingeschlichen. Es könnte sein, dass Ihr Leser Wörter nicht kennt und bewusst oder unbewusst Fragezeichen entstehen.agieren = handeln
    etablieren = einrichten
    adaptieren = annehmen, mit einbeziehenHomepage= Internetseite
    Mailing = Anschreiben
    Feedback = Rückmeldung

    Passen Sie Ihre Texte Ihrer Zielgruppe an. Doch auch hier ist mit Fremdwörtern Vorsicht geboten. Vielleicht ist der Leser noch nicht lange in diesem Bereich unterwegs…

  • 6. Nominalisierungen auflösen
    Nominalisierung sind in Hauptwörter umgewandelte Verben. Sie haben keine Emotion und sind unspezifisch. Sie schaffen Distanz. Menschen missverstehen sich oft, da jeder diese Wörter anders bedeutet.Nominalisierungen erkennen Sie an den Endungen: -heit, -ung, -keit.Wandeln Sie die Nominalisierung besser in ein Verb/ Tunwort um:
    Achtsamkeit: achtsam sein
    Wertschätzung: wertschätzen
    Erfolg: erfolgreich sein
    Unsicherheit: verunsichert
    Das dient der Klärung = damit klären Sie…
  • 7. Zu ist zu verschlossen
    Vermeiden Sie zu + Infinitiv– Formulierungen. Diese aktivieren nicht und verhindern einen persönlichen Bezug. Zugegeben, das ist eine Kunst :- ) Viele Wörter bedingen im weiteren Satzverlauf eine zu-Formulierung.Zum Beispiel:
    a) Sie werden lernen anders zu denken um Sätze ohne zu zu formulieren.
    b) Es wir Ihnen in Zukunft möglich sein, ohne zu zu formulieren.
    Besser
    a) Sie werden so denken lernen, dass Sie Sätze ohne zu formulieren können.
    b) Sie formulieren Sätze in Zukunft so, dass Sie auf ein zu verzichten können.
  • 8. Persönliche Kommunikation…
    …statt passiven Formulierungen
    Der Brief geht heute an Sie raus.
    = Ich habe den Brief heute an Sie abgeschickt.Sie werden über die Homepage gut informiert.
    = Auf der Homepage haben wir die für Sie wichtigen Informationen bereitgestellt.…statt Verallgemeinerungen
    „Alle Gemeindemitglieder sind eingeladen.“
    „Dieser Artikel ist für alle Hundebesitzer“.Sprechen Sie Menschen direkt an:
    „Für Sie als Gemeindemitglied der Gemeinde XY“
    „Dieser Artikel ist für Sie als stolzer Besitzer einer Fellnase interessant.“…und klare Kommunikation
    würde, möchte, bitten höflichst, dankenswerterweise.Wenn Sie etwas anbieten, um etwas bitten oder sich bedanken, so tun Sie es direkt. Das ist persönlicher und emotionaler:
    Es wäre mir eine Freude, wenn Sie kommen = Ich freue mich, wenn Sie dabei sind
    Ich würde mich freuen… = ich freue mich
    Ich möchte Sie einladen = Ich lade Sie ein
    Ich bitte um Rückruf = Bitte rufen Sie mich an
    Dankenswerterweise haben Sie… = Danke, dass Sie…
  • 9. Zuviel Wir und Ich im Satz?
    Bei den typischen Wir-Formulierungen bleibt der Leser auf der Strecke. Er fühlt sich nicht angesprochen.
    Wir bieten die Auto-Show des Jahres.
    Ich arbeite lösungsorientiert.Faustregel:
    80% Sie/ Du
    20% Wir/ Ich

    Allerdings sollte der Satz trotzdem vernünftig klingen.
    Für Sie habe ich heute den Brief abgeschickt…. Klingt etwas hölzern.Oder Sie stellen beides in Balance:
    Sie brauche – ich biete Ihnen
    Sie suchen – wir finden für Sie

  • 10. Möglichst plastisch, voller Bilder und lebendig
    Abstrakte Begriffe muss sich das Gehirn erst übersetzen und in Bilder umwandeln. Wir können es unserem Leser einfacher machen.
    Haustiere: Katz und Maus
    Fuhrpark: Autos und Lastwagen
    Präsentation: Darstellung
    Dialogkompetenz: gelungene UnterhaltungVerwenden Sie VAKOG abwechselnd
    VAKOG sind die Sinneskanäle mit denen wir unsere Welt wahrnehmen:
    Visuell, Auditiv, Kinästhetisch, Olfaktorisch, Gustatorisch

    VAKOG – Adjektive und Nomen verstärken die Emotion, die Sätze können besser wahrgenommen werden. Da Sie nicht wissen, mit welchem Sinneskanal ihr Leser in diesem Moment den Text wahrnimmt, schreiben Sie am besten abwechslungsreich.

    V Der Weihnachtsbaum ist schön = der Weihnachtsbaum glitzert.
    A Sie ist auffällig gekleidet = Sie hat ein schrilles Kleid an.
    K Sie freut sich über das Lob = Das Lob geht bei ihr runter wie Öl.
    O Dieser Mensch ist sympathisch = Dieser Mensch ist dufte.
    G Das Leben angenehm machen= das Leben versüßen.

  • 11. Ganz wichtig: Formulieren Sie positiv!
    Es gibt viele Reizwörter in der deutschen Sprache – werden Sie sich dieser Wörter gewahr:
    – Aber, nur, lediglich, erst, jedoch, hoffentlich, sofort, niemals, spätestens
    – Vertrag, unterschreiben, jetzt entscheiden, eine Frist von
    – Gezwungen, veranlasst, angehalten zu tun, müssen, dürfen nicht
    Ein Vertrag unterschreiben = das Besprochene bestätigen.
    Ich kann noch kein Angebot machen= Nächsten Montag haben Sie es auf dem Tisch.
    Ich habe jetzt keine Termine mehr = In zwei Wochen haben wir wieder einen Termin für Sie.
    Auch ich muss aufgrund der Inflation meine Preise erhöhen = ich passe meine Preise den Marktgegebenheiten an.
    Fall nicht von der Leiter = Bleib oben und gesund :- )

Haben Sie den einen oder anderen Tipp schon angewendet? Wie hört sich Ihr neuer Satz nun an? Wie liest sich Ihr Text?

Wenn Sie mehr wollen oder etwas tiefer in dieses Thema einsteigen möchten: es gibt zahlreiche Bücher und Internetlinks dazu. Es gibt sogar Angebote für spezielle Zielgruppen. Texten für Trainer, texten für Marketing, texten für ….

Viele Weiterbildungsinstitute, wie die VHS, bieten entsprechende Seminare an. Es gibt auch professionelle Texter, die Sie individuell begleiten

Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen!
Ihre

Alexandra Daskalakis

 

 


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