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Was ist das?

Das Meta- Modell ist ein linguistisches Modell über Sprache und geht davon aus, dass wir unsere Welt über die 5 Sinneskanäle wahrnehmen und unvollständig in Sprache übersetzen. Alfred Korzybski hat daraus den Satz gebildet:

„Die Landkarte ist nicht das Gebiet.“

Das heißt, durch den Filter der eigenen Wahrnehmung und wie Sprache wiederum intern in Sinne übersetzt wird, konstruiert sich der Mensch seine eigene Realität und Wahrheit. Die Versprachlichung ist dabei meist unvollständig. Trotzdem hat jeder Muttersprachler ein Gefühl für die „Wohlgeformtheit“ der Satzstrukturen und ergänzt den Sinn, indem er eigene Ideen, Vorstellungen und Interpretationen hinzufügt.

Ein Zweig der Linguistik, die Transformationsgrammatik, hat die Muster der Sprache geclustert und allgemeinverständlich dargestellt.

Das Wissen darum hilft präziser zu formulieren, sich klarer auszudrücken und dadurch Missverständnisse zu vermeiden.

Oberflächenstruktur: Eine stark verkürzte Aussage, die Repräsentation durch Worte z. B.: Der Esel brüllt.

Tatsächlich fehlt es diesem Satz an Tiefenstruktur, es ist nicht klar, welcher Esel, wo und wie er brüllt. Dies nennt man Meta-Modell-Verletzung. Der Satz ist unvollständig, wichtige Elemente fehlen, er ist nicht wohlgeformt.

Trotzdem hat sich unser Gehirn beim Lesen oder Hören des Satzes bereits eine eigene Vorstellung gemacht: Der graue Esel auf der Wiese hinter Müllers Haus brüllt laut.

Tiefenstruktur: beschreibt nähere Inhalte, ist eine Repräsentation der Bedeutung im Satz, zugehörige Elemente, die der Aussage Sinn verleihen…

Durch entsprechende Fragen kann die Tiefenstruktur herausgearbeitet werden: Wer, Was, Wo genau, Wann genau, Wie genau…

Die Elemente des Meta-Modells heißen:

  • Tilgung
    Teile der Information werden ausgeblendet. Das ermöglicht eine Fokussierung, verhindert eine Reizüberflutung, ermöglicht auch Vergessen, aber auch Leugnen
  • Verzerrung
    Teile der Information werden durch eigene Filter verdreht, verfremdet, umgedeutet. So kann mittels Phantasie, Wunsch oder Überlegung etwas Neues entstehen, das den eigenen Erwartungen besser entspricht.
  • Generalisierung
    ist die Fähigkeit, eine Einzeldarstellung oder Einzelerfahrung auf alle ähnlichen Situationen zu übertragen. Wiedererkennen und Bedeutungszuordnung wird damit vereinfacht. Das Ergebnis kann hilfreich (Finger weg vom Herd) oder einschränkend (Keiner mag mich) sein.

Per se sind die Elemente nicht gut oder schlecht. Sie sind in der Sprachstruktur fest verankert und erfüllen bestimmte Funktionen. Sie können auch zu Missverständnissen und Einschränkungen führen.

Wichtig ist es also, darum zu wissen um so die Wahl auch in der Kommunikation zu haben.

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