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Ein klares Rollenverständnis vereinfacht den Führungsalltag

Ein gutes Rollenverständnis gibt dem Leben eines Menschen Orientierung, Kraft und Sinn. Dies hilft den komplexen Alltagsansprüchen besser gerecht zu werden.

  • Was sind Rollen? Was sind Rollen nicht?
  • Wer bin ich in welcher Rolle?
  • Wie kann ich die Rollen auseinanderhalten?
  • Wie kann ich die Ressourcen aus den Rollen nutzen?

Was sind Rollen?
Jeder Mensch besetzt im Laufe eines Tages verschiedene Rollen. Morgens beim Frühstück ist man in der Rolle des Elternteils und Partners. Kurze Zeit später ist man im Job – in der Rolle der Führungskraft…. und wenn man nach der Arbeit in den Sportverein geht, ist man in der Rolle des Vereinsmitgliedes, des Freundes…

In jeder Rolle erfüllt man andere Aufgaben und zeigt andere Verhaltensweisen. Auch hat die Umwelt entsprechende Erwartungen.
Meistens verhält ein Mensch sich instinktiv der Rolle angemessen. Mit einem Freund redet man anders als mit seinem 4jährigen Kind. Doch es gibt auch Situationen, in denen Rollen – ganz unbewusst- vermischt werden. Ein Disput mit dem Partner am Morgen bewirkt, dass man am Arbeitsplatz gereizt ist und auf eine Frage entsprechend reagiert.

Dann steckt man noch in der Rolle des Ehepartners fest und behandelt seinen Mitarbeiter entsprechend unwirsch. Dieser fühlt sich wahrscheinlich ungerecht behandelt. Kommt Ihnen das so oder auf ähnliche Weise bekannt vor?

Wer bin ich in welcher Rolle?
Hinzu kommt noch die Vermischung von Identitäten innerhalb einer Rolle.
Als Mutter bin ich auch mal Freundin. In einer gesunden Beziehung darf Mann oder Frau sich auch mal kindisch verhalten. Als Führungskraft ist man mal Chef, mal Freund, mal Ratgeber.

Kritisch wird es, wenn in geschäftlichen Beziehungen die  Rollen nicht gerahmt oder geklärt werden:  Wichtig ist mit klaren Signalen und Markern dem Mitarbeiter zu signalisieren, mit WEM dieser gerade spricht. Ist dies eine klare Ansage des Chefs, oder ein guter freundschaftlicher Rat? Ist dies eine Aussage des Menschen, oder die des Managers? Wenn die  Rollen nicht benannt oder gekennzeichnet sind, birgt dies ein sehr hohes Konfliktpotential.

Wissen Sie wirklich immer, als WER Sie gerade sprechen?

Wie kann ich die Rollen auseinanderhalten?
Wer seine eigenen Rollen gut kennt, kann sie bewusst auseinanderhalten.
In einem Coaching oder Rollentraining können die verschiedenen Rollen aufgedeckt werden. Anschließend werden entsprechende Marker zur Trennung  erarbeitet und geübt. Dies schützt im Alltag vor Missverständnissen und sichert eine klare verbindliche Kommunikation.

Was sind Rollen nicht:
Hier geht es nicht um Schauspiel, um sich verbiegen oder ähnliches. Ganz im Gegenteil: ein gutes Rollenverständnis bewirkt, dass Sie  wirklich authentisch und ehrlich sein können. Weil Sie eben nichts mehr spielen, was Sie in diesem Moment nicht sind.

Ressourcen kennenlernen und nutzen
Durch die Reflexion des eigenen Verhaltens in verschiedenen Rollen werden die zugrundeliegenden Fähigkeiten aufgedeckt. So können die guten Qualitäten aus einer Rolle auch in eine andere übertragen werden! In Ihnen stecken mehr Ressourcen als Sie ahnen!

Gutes Gelingen wünscht Ihnen

Alexandra Daskalakis

Erreichen Sie Ihre Ziele – hochmotiviert, kraftvoll und gelassen.

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